CoopPro

Im Rahmen von CoopPro werden temporäre Produktionskooperationen von KMU-Tischlereien zur Erzeugung von nicht standardisierten Einrichtungen untersucht. Ziel ist die Entwicklung einer Vorgehensweise, die die unternehmensübergreifende Integration aller notwendigen Prozesse und Informationsflüsse für diese Form der Produktionskooperation automatisiert unterstützt. Dies soll die Entstehung skalierbarer Produktionsnetzwerke ermöglichen, die Ihre Kapazitäten dynamisch an den Bedarf anpassen.

Derzeit gibt es für die beschriebenen Produktionskooperationen keine passenden Automatisierungsmöglichkeiten. Die Unternehmen sind also bei der Bewältigung dieser organisatorischen Herausforderungen auf sich gestellt. Verbesserungen in diesem Bereich können die Wettbewerbsfähigkeit oberösterreichischer Tischlereien beträchtlich steigern, da weitaus größere Aufträge als bisher mit höherer Qualitäts- und Termintreue abgewickelt werden könnten.

Die zentralen Herausforderungen sind hierbei:

• Herausarbeiten der Anforderungen an das System auf Basis der Vielzahl der möglichen Kooperationsvarianten

• Zugang zu notwendigen Informationen (zB Kapazitäten, Materialflüsse, Produktionsfortschritt, Qualitätssicherung) innerhalb von Produktionskooperationen ermöglichen, ohne, dass sich die Tischlereien mit deren Beschaffung beschäftigen müssen

• Umgang mit der hohen Systemkomplexität sowie mit Sicherheits- und Datenschutzfragen

 

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, kooperieren im Rahmen dieses Projekts eine Forschungseinrichtung und vier KMUs. Die drei Tischlereien Schwingenschuh, Lidauer und ShopCrea dienen als Referenzbetriebe, um die Thematik in der Praxis untersuchen zu können. Die nextoft it GmbH bringt ihre Erfahrung im Bereich der Entwicklung und Einführung von prozess-optimierten Softwarelösungen ein und wird die im Projekt erforderlichen Analysen und Anforderungsdefinitionen durchführen. Der wissenschaftliche Partner FAW (Institut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung) wird aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse u.a. aus dem Bereich “Process Aware Information Systems” einbringen und das Konsortium bei der Durchführung der Analysen und der Systemdefinition begleiten. Gemeinsam wird eine Vorgehensweise entwickelt, um die gegenständlichen Problemstellung zu lösen.